Internetabhängigkeit

Internet ist ein hervorragendes Kommunikationsmittel:es befriedigt unsere Neugierde, erlaubt uns, das andere Ende der Welt zu erreichen und ist eine unendliche Informationsquelle. Man bleibt oft lange vor dem Computer, aus Arbeitsgründen, in der Freizeit oder zum Recherchieren und all dies ist sicher ganz normal.

 

Internet Addiction Disorder

Der Begriff stammt vom amerikanischen Psychiater Ivan Goldberg

 

Wenn die Lust aufs Websurfen wichtiger als alles anderes geworden ist und man zunehmend emotional und psychisch darin verwickelt ist, dann kann man beginnen von Internetabhängigkeit zu sprechen.

 

Ist es jemals passiert, in der Nacht aufzuwachen und den Drang zu spüren die eigene Mail kontrollieren zu müssen? Den Computer auszuschalten und eine furchtbare innere Leere zu spüren, weil die reale Welt keine Konsistenz mehr hat ? Sich in der Person des eigenen Nickname zu identifizieren?

Dann ist es Zeit, sich der eigenen Krankheit bewußt zu werden, weil dies klare Signale einer realen Pathologie sind, welche verschiedene amerikanische Forschungen als Internet Addiction Disorder (Internetabhängigkeit) bezeichnet haben.

 

Klinische Symptome

Die typischen klinischen Symptome der Internetabhängigkeit sind die Toleranz und die Abstinenz. Die sozialen Kontakte (Familie, Partnerschaft und Arbeit) werden vernachlässigt und man verbringt immer mehr Zeit online, um sich Befriedigung zu verschaffen; man hat eine starke Reduzierung der Interessen für andere Tätigkeiten, die nicht das Internet betreffen; nach der Unterbrechung oder Reduzierung der Internetnutzung entwickeln sich psychische und körperliche Unruhe, Angstzustände, Depression, Zwangsgedanken über das was online vorgeht; Bedürfnis immer öfter Internet zu benutzen; Unmöglichkeit die Internetnutzung zu unterbrechen oder unter Kontrolle zu halten.

 

Drei Formen von Abhängigkeit

 

  1. Cyber-Sex-Abhängigkeit“, d.h. die Abhängigkeit von der Online-Pornographie; die Betroffenen widmen sich dem Herunterladen, Benutzung und Handeln sexueller Inhalte und/oder haben die Gewohnheit in virtuellen Chat-rooms für Erwachsene zu kommunizieren.

  2. Cyber-Beziehungen-Abhängigkeit“ oder Abhängigkeit von Social-Networks (z.B. Facebook), wo die Betroffenen stark in Online-Beziehungen verwickelt sind. In diesem Fall werden Online-Freunde schnell wichtiger als die Beziehungen mit den realen Familienmitgliedern oder Freunden. Oft führt das zu Instabilität in der Ehe, Partnerschaft, Familie, Gesellschaft, Arbeit und Schule.

  3. Net Gaming“, d.h. die Abhängigkeit von Webspielen, die eine Menge Verhaltensweisen umfasst, wie z.B. pathologische Spiele, Computerspiele, zwanghafte Online-Kauf- und Handelsucht. Insbesondere nutzen die Betroffene virtuelle Casinòs, Browserspiele, Internet-Auktionen und Internet-Wetten und dies kann sogar dazu führen, daß Arbeit und Beziehungen unterbrochen werden und riesige Geldverluste erfolgen. 


    La Tartaruga– Die SchildKröte Trimestrale Anno 4 2012 Pagina 10